Vereinsgründung „Europäischer Kulturaraber“

2. Oktober 2026

Am 1. August 2026 trafen sich 17 Gründungsmitglieder in Marbach, um den Verein „European Heritage Arabian Horse Foundation e.V.“ (Verein zur Erhaltung und Förderung des Europäischen Kulturarabers) aus der Taufe zu heben. Die Gründungsmitglieder stimmten über die vorgelegte Satzung ab und wählten Walter Fath als Vorsitzenden, Gudrun Waididtschka als Stellvertreterin und Dr. Friedemann Reichert als Kassier. Nun steht der Eintragung im Vereinsregister (hoffentlich) nichts mehr im Wege.

Der Hintergrund der Vereinsgründung ist die immer weiter schwindende Anzahl an Stuten- und Hengstlinien in der Araberzucht und die Befürchtung, dass der europäisch geprägte Vollblutaraber bald aussterben könnte. Die Initiatoren verstehen unter dem Begriff „Europäischer Kulturaraber“ einen Vollblutaraber, der in der mütterlichen und/oder väterlichen Linie auf die Stammpferde der Erstzuchtländer Deutschland, Polen, Großbritannien, Ungarn, Spanien und Frankreich zurückzuführen ist.

Diese Stammpferde (Importe aus der Wüste) und ihre Nachkommen erzählen die Geschichte ihrer Züchter, seien es König Wilhelm I. von Württemberg, diverse Staatsgestüte wie Bábolna, Janow Podlaski und die Yeguada Militar, die polnischen und spanischen Adelsfamilien (Sanguszko, Potocki, Branicki und Dzieduszycki, bzw. die Herzöge von Veragua, die Adelsfamilien der Ybarra und Domecq) oder die Privatzüchter in Frankreich und England. Diese Pferde wurden über einen Zeitraum von rund 200 Jahren nach europäischen Bedürfnissen und unter europäischen Umweltbedingungen züchterisch entwickelt. Dadurch stellen sie ein Bindeglied dar, das die wechselvolle Geschichte Europas ins 21. Jahrhundert getragen hat. Leider wird dieses Kulturgut immer seltener und durch sogenannte „moderne Blutlinien“ verdrängt. Dieser Entwicklung will der Verein entgegenwirken und diesen „alten Linien“ wieder ihren „Wert“ zurückgeben!

Wenn auch Sie dabei sein möchten, werden Sie Mitglied (Jahresbeitrag 60 Euro). Wenn der Verein über genügend finanzielle Mittel verfügt, sind auch Fördermittel für gezielte Anpaarungen oder die Aufzucht von vielversprechenden Hengstfohlen angedacht – dazu braucht er aber Ihre Unterstützung! Ob Sie noch aktiv züchten oder nicht, spielt für die Vereinsmitgliedschaft keine Rolle.

Die erste Mitgliederversammlung des Vereins findet am Freitag, den 23. Oktober 2026 in Kranichstein statt. Gäste sind herzlich willkommen und können  unter der Email-Adresse: GWaiditschka@in-the-focus.com nähere Informationen erhalten.

Weitere Informationen zum Förderverein und dem europäischen Kulturaraber finden Sie in der vollständigen Pressemitteilung des Vereins.

Kontakt:

Walter Fath, forellenhof_fath@t-online.de,

Gudrun Waiditschka, GWaiditschka@in-the-focus.com

Dr. Friedemann Reichert, doc.reichert@t-online.de